WBG „Treptow Nord“ eG investiert Millionen in die Klimaneutralität

erstellt am: 13.08.2026 | von: Pablo Ziller | Kategorie(n):

LKW mit Kipper und Ladekran bei der Verlegung eines Fernwärmeanschlusses durch die Firma BTB Energie GmbH vor einem Wohnhaus der Wohnungsbau-Genossenschaft „Treptow Nord” eG.
Verlegung eines Fernwärmeanschlusses durch die Firma BTB Energie GmbH. Foto: ©WBG „Treptow Nord“ eG.
Moderne Fernwärme-Übergabestation im Keller eines Wohnhauses der WBG "Treptow Nord" eG in Berlin-Baumschulenweg.
Neue Fernwärme-Übergabestation in einem Wohnhaus der Genossenschaft im Berliner Ortsteil Baumschulenweg. ©WBG „Treptow Nord“ eG.

Die Wohnungsbau-Genossenschaft „Treptow Nord“ eG investiert in den kommenden Jahren intensiv in die Modernisierung ihrer Wohngebäude. Ziel ist es, die Heizungsanlagen bis 2045 klimaneutral betreiben zu können.

Intensive Sanierungen bis ins Jahr 2030
In den Jahren 2026 bis 2030 wird die Wohnungsbau-Genossenschaft aus dem Berliner Südosten insgesamt 1.880 Wohnungen in 49 Wohnhäusern auf Fernwärme umstellen, beginnend mit 264 Wohnungen in 9 Wohnhäusern im Jahr 2026. Das Großprojekt zur Reduzierung des genossenschaftlichen CO²-Ausstoßes umfasst von 2027 bis 2030 weitere 1.370 Wohnungen sowie den Anschluss von 246 Wohnungen an bestehende Zentralheizungen. Insgesamt liegt der Wohnungsbestand der Genossenschaft bei 4.644 Wohnungen.

Sanitär- und Lüftungsstränge als Folgemodernisierung
„Die Umstellung der Wohnungen mit Einzelheizungen, mehrheitlich Gasetagenheizungen, auf eine zentrale Versorgung mit Wärme und Warmwasser stellt unsere Genossenschaft vor besondere Herausforderungen.“, so Vorstandsmitglied Georg Petters. „Die rechtlich vorgeschriebenen Modernisierungsankündigungen für das komplexe Fernwärmeprojekt wurden den betroffenen Mitgliedern bereits in diesem Jahr fristgerecht zugestellt. Erste Wohnungsbegehungen zeigten jedoch veraltete Sanitär- und Lüftungsstränge mit dringendem Sanierungsbedarf, die nun ebenfalls erneuert werden müssen. Die unerwarteten Mehrarbeiten haben zwar keinen Einfluss auf die baulichen Eingriffe in den Schächten, bedeuten jedoch einen deutlich höheren finanziellen und logistischen Aufwand im vorgegebenen Zeitplan.“, so Petters weiter.

Einschränkungen treffen auf breites Verständnis der Mitglieder
Die Mitglieder der Genossenschaft sind während der Bauzeit in ihrer Wohnsituation mit größeren Einschränkungen konfrontiert – teilweise sind Toiletten temporär nicht nutzbar oder Heizungen fallen aus. Härtefälle unterstützt die Genossenschaft für die Dauer der Bauzeiten besonders.

Millionen an Investitionen für den Klimaschutz
Im Zuge der Instandsetzung und Modernisierung des Bestandes sind im Jahr 2026 4 Mio. Euro für die Heizungsumstellung und 3,2 Mio. Euro für die Strangsanierung der Sanitär- und Elektrosteigestränge vorgesehen. Mit allen zusätzlichen Leistungen werden ca. 10 Mio. Euro von der Genossenschaft investiert. Auch zwischen 2027 und 2030 wird die WBG „Treptow Nord“ eG jährlich einen mittleren einstelligen Millionenbetrag in die Klimaneutralität ihrer Gebäude investieren.

Fotos: ©WBG „Treptow Nord“ eG.